Japanese Rail Sim 3D Journey to Kyoto (3DS) im Test / Review

Ein Zug-Simulator für aktuelle Konsolen lässt immer noch auf sich warten, aber zum Glück kommt mit Japanese Rail Sim 3D Journey to Kyoto jetzt endlich einen mobilen Train Simulator nach Europa.

Wie mir die Japanese Rail Sim 3D Journey to Kyoto gefallen habt, erfahrt ihr hier im ausführlichen Test.

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Sicherlich es gibt ja nun schon mobile Zug-Simulatoren für Smartphones, aber so ein Zug lässt sich immer noch besser mit echten Tasten steuern als durch Touch-Gesten. Und obwohl der 3DS beziehungsweise 2DS ein Touch-Display hat, wird hier mit Steuerkreuz und Tasten der Zug bedient, was absolut Sinn macht.

Worum geht es?

Im Japanese Rail Sim 3D Journey to Kyoto übernehmt ihr den Führerstand einer Deo 900 „Kirara“ der Eizan Electric Railway Eisenbahngesellschaft. Es ist ein recht moderner Zug, erstmals 1997 in Betrieb gestellt, mit einer Länge von 15 Metern und Platz für 89 Personen.

Die Strecke führt rund um die alte Hauptstadt Kyoto  und führt an vielen touristischen Highlights vorbei. Ein großer Teil der Strecke wird von Ahornbäumen umsäumt, weshalb die Züge auch in den Farben der Ahornblätter angemalt wurden.

Im Spiel enthalten ist nur diese eine Strecke, die euch von Demachiyanagi über 14 Stationen bis nach Kurama bringt.Die Abstände zwischen den Bahnhöfen sind maximal 1 km lang. Ihr seid der einzige Zug auf der Strecke in eurer Richtung, so dass ihr keine roten Ampeln erwarten müsst. Dafür ist die Strecke aber mit zahlreichen Geschwindigkeitsbegrenzungen ausgestattet, die auch kontrolliert und protokolliert werden. Diese Begrenzungen werden euch sowohl auf dem Tachometer als auch als Text-Info auf dem Bildschirm angezeigt.

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Eure komplette Fahrt wird überwacht und ihr werdet anschließend anhand einer Note bewertet. Wobei A die beste und C die schlechteste ist. Den größten Einfluss auf die Benotung haben zwei Sachen.

Als erstes ist es wichtig pünktlich anzukommen. Im Gegensatz zur Deutschen Bahn gibt es bei der japanischen Bahn wohl relativ geringen Spielraum was die Ankunftszeit betrifft. Ihr werdet nämlich auf die Sekunde genau bewertet. Offenbar wird von japanischen Zugführern eine Sekunden -genaue Ankunft erwartet. Kommt ihr auch nur einige Sekunden zu früh oder zu spät an, gibt es Abzüge in der Benotung.

Das zweite wichtige Kriterium ist eure Stop-Position. Diese misst Japanese Rail Sim 3D Journey to Kyoto nämlich sogar auf den Zentimeter genau.

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Steuerung

In Japanese Rail Sim 3D Journey to Kyoto sehr ihr auf dem oberen Display die Ansicht aus dem Führerstand. Diese lässt sich wahlweise auch in den Observation Modus schalten bei dem ihr das Inventar eures Zuges ausblenden könnt.

Weiterhin werden euch auf dem oberen Bildschirm wichtige Informationen, wie Distanz zum nächsten Bahnhof, Kurven , Gefälle, Anstiege und Speed-Limits mittels Icons angezeigt.

Auf dem unteren Bildschirm seht ihr die Bedien-Panels eurer Zuges, mit  Anzeigen für die Geschwindigkeit, die Türen, Hintergrundmusik sowie den 2 Schiebe-Reglern für Beschleunigung und Bremsen.Diese Regler kannte ich ja bereits aus den PC Simulatoren, ich geh also davon aus, dass dies ganz realistisch dargestellt wurde.

Die Bedienung für den Hebel für die Beschleunigung erfolgt durch das Steuerkreuz und ist in mehreren Stufen verstellbar. Die Bremse wird mit den Tasten A,B,Y,X bedient, ist auch in mehreren Stufen anwendbar bis zur Notbremsung.

Ich finde diese Bedienung stimmig und auch recht einfach anzuwenden. Eure Aufgabe ist es nun, diese beiden Faktoren, Beschleunigung und Bremsdruck so anzupassen, dass ihr euch sowohl an die Geschwindigkeit-Begrenzungen haltet als auch pünktlich ankommt. Nicht zu vergessen, dass bei Anstiegen der Zug automatisch langsamer wird und bei Abstiegen schneller. Auch dies muss austariert werden.

Die Schwierigkeit hier liegt an der Kürze der Strecken und den vielen Sachen die es zu beachten gilt. Während ihr auf Strecken bei PC Zugsimulatoren, zumindest bei elektrischen Eisenbahnen ruhig mal eine ruhige Kugel schieben könnt, seid ihr hier permanent gefordert eure Einstellungen anzupassen.

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Spielspaß / Langzeitfaktor

Am Anfang des Spiels habt ihr zunächst nur den Section Mode. Bei diesem fahrt ihr jeweils nur von einen Bahnhof zum nächsten und werdet dann bewertet. Ihr könnt anschließend weiter fahren oder es noch mal versuchen. Habt ihr eine Störung verursacht (zu weit weg vom Stop-Punkt oder viel zu spät angekommen, gilt das als durchgefallen und ihr müsst die Sektion sowieso noch mal fahren.

Habt ihr in diesem Modus ein mal alle Strecken abgefahren steht euch der Full Line Modus zur Verfügung und ihr könnt die ganze Linie abfahren. Eine Tour dauert 30 Minuten. Wenn ihr auch den Full Line Modus mit Bravur meistert wird der Nacht-Modus freigeschaltet und ihr könnt die Linie auch nachts befahren.

Für gute Benotungen erhaltet ihr zusätzlich Bonus-Material. Mit diesen bekommt ihr mehr Infos zu den touristischen Highlights , verschieden Hintergrund Musiken, andere Ansagen oder Geräusche. Zusätzlich lassen sich noch 2 verschiedene Endvideos freischalten.

Insgesamt bietet Japanese Rail Sim 3D Journey to Kyoto also genug Motivation für etliche Stunden Spielzeit, bei dem ihr eure Benotungen verbessern könnt und die Strecken besser kennenlernen könnt.

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Grafik/ Sound

Erstaunlicherweise sieht die Zugfahrt auf dem 3DS/2DS recht gut aus. Die Umgebung an den Strecken wirkt fotorealistisch und ist trotzem animiert, zum Beispiel mit blinkenden Lichtsignalen oder anderen Zügen auf der Gegenrichtung, laufenden Menschen oder fahrenden Autos. Überraschenderweise hat der Handheld keine Probleme selbst bei schneller Fahrt, mir sind jedoch Framerateeinbrüche bei Langsamfahrten in Bahnhofs-nähe aufgefallen. Vielleicht sieht das ja bei den neuen 3DS Modellen anders aus, konnte aber von mir nicht getestet werden.

Auch beim Sound setzt sich der gute Eindruck fort. Ihr hört die automatischen Ansagen des Zuges in japanisch und englisch und auch eure Maschine recht gut.

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Fazit

Das ein so realistisch wirkender Train Simulator auf dem 3DS/2DS möglich ist hat mich sehr überrascht. Was den Entwicklern hier mit den begrenzten Kapazitäten der Hardware gelungen ist, grenzt schon an ein Wunder. Auch erfreut mich, dass hier nicht einfach ein auf Zug-Simulator für Kids gemacht wurde, sondern sich dieses Spiel von Eisenbahn begeisterten Kids und Eltern gleichermaßen spielen lässt.

 

Wertung

Unsere Blogkatze Nicy Kitty vergibt ein „GUT“ (3/4)

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Japanese Rail Sim 3D Journey to Kyoto ist als digitaler Download für 14,99 € im Nintendo eShop erhältlich.

 

Über larasactua

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