The Legend of Legacy im Test/Review (Nintendo 3DS/2DS)

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The Legend of Legacy ist ein rundenbasiertes JRPG für die Nintendo Handheldfamilie 2DS und 3DS. Entwickelt wurde es von  Furyu zusammen mit Grezzo. In den USA wird das Spiel von Atlus vertrieben, bei uns von NIS America. Wie uns The Legend of Legacy gefallen hat, erfahrt ihr hier im ausführlichen Test.

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Story

The Legend of Legacy spielt auf der geheimnisvollen Insel Avalon, die erst vor 10 Jahren auf der Wasseroberfläche aufgetaucht ist und zu der sich nun unzählige Abenteurer, Schatzsucher und Forscher aufgemacht haben um der Insel, die ihren Namen von einem längst verschwundenen Kontinent erhalten hat, ihre Geheimnisse zu entlocken. Was ihr genau da finden sollt und was euch erwartet ist unklar. Als einziges Ziel wird euch vorgegeben die Insel zu erkunden, was schon viele vor euch versucht haben, aber auf Grund der dort lebenden Monster, diesem Ziel nicht wirklich näher gekommen sind.

Man munkelt auch, dass sich auf der Insel der Star Graal befindet. Einige glauben, dass dieser von den Göttern hinterlassene Graal die ewige Jugend verspricht, andere glauben an unendlichen Reichtum.

Mit dem Start der Geschichte landen wir in der einzigen Stadt auf der Insel, in Initium. Diese Stadt dient als eure Basis und wurde vor 10 Jahren vom jetzigen Bürgermeister gegründet, der sich selbst der King of Adventurers nennt.

Dort eingetroffen könnt ihr euch für einen von 7 spielbaren Charakteren entscheiden. Da wäre Liber ein Schatzsucher, Eloise- eine Alchemistin, Bianca – ein Mädchen mit Amnesie, Meurs – ein Elementalist, Garnet- ein Templer, Owen ein Söldner und Filmia ein verzauberter Frosch.

Für wen ihr euch entscheidet ist nicht so besonders wichtig, Entscheidet euch für den Charakter den ihr am meisten mögt und geht nach deren Grundwerten für Gesundheit, Angriff, Mana usw. Die Jungs von Gameskinny haben euch hier diese Werte aufgelistet.

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Gameplay

Da eure einzige Aufgabe aus der Kartierung der Insel besteht, werdet ihr viel Zeit auf dem Feld mit der Erkundung verbringen. Ihr erhaltet zunächst eine leere Karte, die euch auf dem unteren Screen jederzeit angezeigt wird. Die erste Karte bekommt ihr kostenlos vom Bürgermeister, weitere Karten könnt ihr euch im Insel Shop kaufen, oder durch das besiegen von Bossen, die dann ein Portal zu einer neuen Karte öffnen, erhalten. Jede Karte selbst hat noch mal Untergebiete, die es auch zu kartieren gilt. Ihr könnt diese von euch aufgedeckten Karten jederzeit für Geld verkaufen, allerdings lohnt es sich am meisten wenn ihr komplett (also zu 100%, diese Prozentzahl wird euch angezeigt) aufgedeckte Karten, also auch mit allen Untergebieten verkauft.

Auf dem Feld wird mit jeden Schritt den ihr euch bewegt ein Stück der Karte enthüllt und dann auf der Karte im zweiten Bildschirm eingezeichnet. Ihr seht immer nur einen kleinen Ausschnitt der gesamten Karte und überall auf den engen, verschlungenen Pfaden lauern Monster die euch, wenn sie euch sehen angreifen. Leider gibt es hier kein First Attack System, bei dem ihr zum Beispiel Vorteile erhaltet wenn ihr Mobs als erstes angreift. Neben Monstern lauern auf den Karten aber auch Schatztruhen und Statuen die es zu entdecken gilt.

Auf dem Hauptbildschirm seht ihr auch noch die Elementaranzeige, die euch Aufschluss darüber gibt welche Elemente in diesen Gebiet besonders stark sind. Doch dazu kommen wir später.

Auf dem Feld könnt ihr jederzeit ganz zum Anfang der Hauptkarte laufen und von dort aus in eure Basis in Initium zurückkehren. Hier befindet sich das Gasthaus in dem ihr eure HP und SP komplett wieder herstellen könnt. Ihr könnt dort außerdem eure Teammitglieder austauschen. Dies ist aber nicht empfehlenswert, da diese nur mit Anfangswerten und Skill zunächst aufgelevelt werden müssten um in eurer Party überhaupt einen Sinn zu machen. Und da es keine Erfolge gibt und auch die recht bescheidene Story sich nicht wirklich ändert, gibt es keinen Grund die Teammitglieder auszuwechseln.

Im Gasthaus befindet sich ebenfalls die Save Station an denen ihr 2 Spielstände speichern könnt, während ihr auf dem Feld immer nur den aktuellen Spielstand überschreiben könnt. Leider sind 2 Speicherslots nicht viel und lässt nicht viel Spielraum zum experimentieren.

Im Shop könnt ihr Items kaufen und verkaufen, Karten verkaufen und kaufen, sowie Spezialgegenstände erwerben die sich gut einsetzen lassen. An der Bar könnt ihr Informationen und Gerüchte erhalten.

Sobald ihr 300 St zusammen habt, solltet ihr unbedingt zum Hafen gehen. Dort könnt ihr unterschiedlich teure Schiffe losschicken, die in Echtzeit raus fahren und nützlichen Items zurück bringen.

Eine schöne Idee ist, wenn ihr am Hafen und auf dem Gerät generell Streetpass aktiviert habt, und unterwegs einen Spieler begegnet, der auch Streetpass für dieses Spiel aktiviert hat, tauscht ihr automatisch Waren aus.

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Kampfsystem

In The Legend of Legacy besteht eure Party immer aus 3 Mitgliedern. Da ihr euch am Anfang für einen Charakter entscheiden müsst, werden euch die 2 anderen aus den restlichen 6 spielbaren Charakteren zugeteilt. Diese lassen sich zwar später anwerben, es macht aber eben keinen großen Unterschied, außer das ihr mit neuenn Charakteren zunächst mal schwächer seid.

Wenn euch also auf dem Feld ein Monster angegriffen hat, wechselt ihr in den Kampfmodus. Auf dem unteren Bildschirm könnt ihr schon sehen wie viele Feinde es dieses mal wohl sind, bevor ihr sie selber auf dem Hauptbildschirm seht. The Legend of Legacy ist ein rundenbasiertes JRPG, das heißt zunächst dürft ihr die Aktionen eurer 3 Mitglieder auswählen, und dann sind die Gegner dran. Dafür gibt es kein Zeitlimit. Leider gibt es keine Zeitleiste so das nicht ersichtlich ist, wann denn genau wer dran ist, der Support Wert eurer Charaktere gibt aber zumindest Aufschluss über die Schnelligkeit eurer eigenen Truppe. Mit gedrückter A oder L Taste könnt ihr übrigens die Kampfanimationen vorspulen.

Die Stärke eines Charakters im Kampf definiert sich über 3 Werte: Attack, Guard und Support. Ihr könnt mitgeführte Waffen, Rüstung und Accessoires eines jeden Charakters jederzeit auf dem Feld, aber nicht im Kampf wechseln. Es gibt 8 Waffentypen und das schöne ist, jeder Charakter kann jede davon benutzen. Ihr könnt mit Fäusten, langen Schwerten, kurzen Schwertern, Speeren, Stäben, Äxten, Bögen und Schildern antreten.

Jeder dieser Waffentypen hat spezielle Fähigkeiten die hier Arts genannt werden. Das besondere an The Legend of Legacy ist, umso öfter ihr die Arts benutzt, umso stärker werden sie oder ihr könnt damit ganz neue Arts freischalten. Dies ist ein großer Unterschied zu anderen RPGs wo ihr mit Levelaufstieg automatisch bessere oder neue Skills bekommt. Das gleiche Prinzip gilt für die anderen 3 Grundwerte. Auch diese werden in den Kämpfen hochgestuft, ohne das ihr eine Möglichkeit habt zu sehen wann das passiert, da es hier überhaupt kein sichtbares Level Up System gibt.

Kampfsystem – Elemente 

Es gibt 4 Elemente auf der Insel: Wasser, Luft, Schatten und Feuer. Während eurer Erkundungen könnt ihr Relikte finden, die euch die Möglichkeit geben Pakte (Contracts) mit dem Elementen einzugehen und so die Balance der Elemente zu verändern. Wie vorhin erwähnt, könnt ihr in der rechten oberen Ecke das Hauptbildschirms erkennen, welche Elemente besonders mächtig in dieser Gegend sind. Nutzt dies dazu um eure Feinde, die euch verfolgen in eine Gegend zu bringen in denen ihr eure ausgerüsteten Elemente und dessen Charms zum Vorteil nutzen könnt.

Um so ein magisches Charm benutzen zu können müsst ihr einen Charakter zunächst mit einen Whispering Shard ausrüsten. Ein Charakter muss dann im Kampf einen Pakt mit einem Element abschließen damit das Team die entsprechenden Charms einsetzen kann.

Wenn ein Charakter einen Charm verwendet, kann er unter Umständen die Fähigkeit dauerhaft erlernen, sodass er den Whispering Shard nicht mehr tragen muss. In dem Fall muss er nur ein Relikt dieses Elements ausrüsten.

Bei einem aktiven Pakt erhalten alle Teammitglieder zusätzlich noch weitere Buffs wie HP oder SP Regeneration.

Und der letzte wichtige Punkt im Kampfsystem sind die Formationen. Ihr könnt bis zu 6 davon erstellen, die ihr in jeder Runde vor dem Kampf auswählen könnt. Jede Formation ist eine Kombination dreier Stances.

Eine Stance bestimmt das Verhalten des Charakters in dieser Runde. Ihr könnt zwischen Attack, was den ausgeteilten Schaden erhöht, Guard was weniger Schaden bewirkt oder Support was Geschwindigkeit oder Heilungskraft erhöht.

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Spielspaß / Langzeitfaktor

Damit haben wir also ein ziemlich komplexes Kampfsystem zusammen. Es gibt vieles zu beachten und ihr könnt an vielen Stellen justieren. Und so klingt das auch theoretisch nach einen Spiel was ganz lange viel Spaß machen könnte. Nun zumindest von der Dauer her, stimmt das wohl. Denn eurer Gegner sind dermaßen überskillt und meist in der Mehrzahl, während eure Charaktere meist zu schwach und mit zu wenig Skills ausgestattet sind. Das heißt grinden, grinden, grinden! Da sich höhere Werte und weitere Fähigkeiten nur im Kampf ergeben bleibt euch gar nichts anderes übrig als solange noch mit weiteren schwächeren Gegnern zu messen eher ihr euch in weitere Bereiche der Karte trauen könnt und so eine Chance zum überleben habt. Da das oft gefragt wird, Den Game Over Screen gibt es beim Tod aller Charaktere, trotzdem werdet ihr euch wohl bald angewöhnen, nach fast jeden Kampf die Quicksave Funktion zu nutzen, zumindest aber nach dem Erwerb neuer Arts, Charms oder einen Level Up der Werte solltet ihr das unbedingt tun.

Grafik/ Audio

Für einen 3DS/2DS Titel liegt The Legend of Legacy im Mittelfeld was die Grafik angeht. Etwas unangenehm empfanden wir die begrenzte Sicht. Das sich Bäume und andere Objekte auf dem Feld von neu aufbauen mag zwar am Anfang noch grafisch toll aussehen, mit der Zeit nervt das allerdings nur noch. Dafür sind die Kämpfe schön animiert und sorgen für eine gute Athmosphäre. Auch der Sound auf dem kleinen Handheld geht in Ordnung. So hört man doch gerne die vernichtenden Schläge seiner Schwerte wenn ein Gegner mit Soundeffekt zu Boden geht.

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Fazit

The Legend of Legacy ist ein JRPG mit besonderen Spin. Leider fehlt es überhaupt an einer Story. Auch die Charaktere werden nicht großartig vertieft so dass hier einiges fehlt. Dafür sind die Gegner um so schwerer, so dass hier auf jeden Fall grinden angesagt ist. Dem Spieler wird auch nicht wirklich viel erklärt und das Kampfsystem erschließt sich erst durch das ausprobieren oder (hoffentlich) durch diese Review. Dafür wird den Spielern aber ein sehr langes Spiel geboten (50+  Stunden). Für Hardcore JRPG/RPG ist das sicher eine Herausforderung der sie sich stellen wollen, allerdings ist The Legend of Legacy nicht für Neueinsteiger in das Genre geeignet.

Bewertung

Unsere Blog Katze Nicy Kitty vergibt eine 3/4 (GUT)!

nicy,gut

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PRO & CONTRA

+ lange Spieldauer

+ ausgefeiltes Kampfsystem

+ viel Stratgie notig

+ schöne Animationen und Sound

+ Streetpass Einbindung

 

– schlechtes Tutorial

– kaum Hilfe

– fast keine Story

– viel Grinding nötig

Für diese Test wurde uns ein Review Code von NIS America zur Verfügung gestellt. Einige Bilder in der Review wurden der Miiverse Community entnommen.

 

Die Homepage zum Spiel 

The Legend of Legacy könnt ihr euch im Nintendo eShop holen

 

 

 

 

Über larasactua

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